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Ein "skandalöser" Untersuchungsausschuss

Für ein paar Stunden nach Frankfurt - das war früher ganz normal. Natürlich kommt bei dieser selten gewordenen Reise der Gedanke, ob es ökologisch vertretbar ist, für ein paar Stunden Aufenthalt ins Flugzeug zu steigen. Ich würde sagen, es kommt darauf an. Gestern war es wichtig für mich. Ich hatte mich auf die Frankfurter Buchmesse gefreut und war froh, wenigstens an einer Veranstaltung von Open Books teilnehmen zu können.

Die kleine Büchermesse

Die Frankfurter Buchmesse, diese riesige Schau an gedruckten Neuerscheinungen, wurde ja abgesagt. Aber die Stadt Frankfurt ließ es sich nicht nehmen, „Open Books“ zu veranstalten, viele kleine Gespräche über Sachbücher und Literatur. 

Es war mir eine Ehre, über „Letzter Weckruf für Europa“ sprechen zu dürfen. Es ist für einen Autor schon erfreulich, vor Menschen zu sprechen, weil das Schreiben ja doch eine einsame Sache ist. Und sehr gerne habe ich in Deutschland über meine Erfahrungen in diesem vielfältigen Land mit dieser schwierigen Geschichte gesprochen. 

Der ordinäre Kanzlervertraute Thomas Schmid

Im Taxi zum Flughafen war ich sehr schnell wieder in der politischen Realität Österreichs angekommen, die uns eine eingeschworene Truppe rund um Sebastian Kurz angetan hat. Dabei ging es vor allem um das Verteilen von Jobs in strategisch wichtigen Bereichen, aber auch um Eitelkeit und Angst, dass die Öffentlichkeit von diesem Treiben erfahren könnte. 

Kurz wusste viel - oder alles

Bei seiner Befragung im Ausschuss hat Schmid ganz offen gezeigt, dass er völlig ungeeignet ist, große Industrieunternehmen im Aufsichtsrat zu kontrollieren. Er ließ es offen, ob er Bilanzen lesen könne - also nicht - und hatte keine Ahnung von den Beteiligungen des Verbund Konzerns, wo er Präsident des Aufsichtsrats ist.

Der Kanzler selbst gab sich im Ausschuss ziemlich ahnungslos, das Protokoll wird genau auf Falschaussagen zu prüfen sein. In diesem Bereich, in anderen freilich auch. Dass Kurz alles gewusst haben muss, zeigt auch eine Nachricht von Schmid an seine Mitarbeiterin.

In dieser Woche sind auch alte WhatsApp Nachrichten von Heinz Christian Strache aufgetaucht.

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