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Weckruf für Europa

In Corona-Zeiten ist der Bücherherbst durch besonders viele Neuerscheinungen geprägt. Mit dabei ist auch mein „Letzter Weckruf für Europa“. Es geht um die Zukunft unserer Kinder. 

"Letzter Weckruf für Europa" ist ein Buch, das die Herausforderungen und Chancen der EU von der gesundheitlichen Krise bis zur Wirtschaftskrise beschreibt. Diese finden wir innerhalb der EU und ihren oft noch mangelhaften Strukturen,  doch große Herausforderungen finden wir auch in einem autoritär regierten Russland, einem immer aggressiverem China und einer zunehmend protektionistischen und orientierungslosen USA.

Darüber habe ich gestern bei einer Präsentation im Thalia Mariahilferstraße mit Othmar Karas gesprochen. Er war führender ÖVP-Politiker und ist Vizepräsident des Europäischen Parlaments. Und er ist ein alter Freund. In Deutschland wäre es gar nicht ungewöhnlich, dass ein Buch über die Parteigrenzen hinweg vorgestellt wird, in Österreich haben Grenzen - auch im die Kopf - immer schon eine größere Rolle gespielt.

Karas betonte, dass wir als Europäer_innen da draußen keine Freunde mehr haben und die großen Herausforderungen unserer Zeit nur gemeinsam bewältigen können. Ebenso hat er, ohne ihn namentlich zu nennen, den Finanzminister dafür kritisiert, dass er die EU dafür verantwortlich macht, keine Zuschüsse auszahlen zu können. Blümel hat nur einen kleinen Teil der dafür vorgesehen Budgetmittel ausgegeben, und Ansuchen an die EU muss er halt richtig formulieren. Attacken gegen die Wertegemeinschaft als innenpolitisches Kleingeld im Wahlkampf zu verwerten ist verantwortungslos.

Ich spreche bewusst von einem "Letzten Weckruf für Europa“, nicht für die EU. Auch Staaten, die nicht in der Union sind, teilen ihre Werte und Regeln, und auch die sind vom Erfolg oder Misserfolg der EU abhängig. Die Schweiz etwa zahlt viel Geld an uns, um am EU-Binnenmarkt teilnehmen zu dürfen.

Ich hoffe, trotz Corona in den nächsten Wochen noch einige Buchpräsentationen machen zu können. Aber das Thema bleibt ja sowieso noch länger aktuell. Daher haben wir auch das gestrige Gespräch aufgezeichnet, hier finden Sie den Link zum Video

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