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Die Regierung hat jedes Vertrauen verspielt

Die COVID-19 Krise erzählt uns mehr über unsere Gesellschaft als uns lieb ist, hier im Land der Verdrängung, aus dem Siegmund Freud flüchten musste. Sie zeigt schonungslos auf, welche offiziellen Strukturen nicht funktionieren, und welche inoffiziellen schon. Es sagt auch viel darüber aus, wie die Regierungsparteien ihre Aufgabe sehen - und wie sie das Volk ein - um nicht zu sagen geringschätzen.

Wer muss wem vertrauen?

Nach dem Arbeiteraufstand vom 17. Juni 1953 schrieb Bert Brecht das berühmt gewordene Gedicht „Die Lösung“. „Nach dem Aufstand des 17. Juni ließ der Sekretär des Schriftstellerverbandes in der Stalinallee Flugblätter verteilen, auf denen zu lesen war, dass das Volk, das Vertrauen der Regierung verscherzt habe und es nur durch doppelte Arbeit zurückerobern könne. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes.“


Die Macht und ihr Missbrauch 

Das Thema Rechtsstaatlichkeit muss uns auch rund um die schrecklichen Terroranschläge in Frankreich bewegen. Und die Meinungsfreiheit, die immer und für alle gelten muss. Dabei ist Religion ein besonders heikles Thema. Über exakte Wissenschaften wie Mathematik lässt sich nicht streiten. Drei mal drei ist neun, egal wie lange wir darüber nachdenken.

Religionen aller Art begleiten den Menschen seit Anbeginn. Dazu kommen kulturelle Einflüsse. Und viele Menschen nehmen ihren Glauben sehr persönlich. Das soll jeder und jedem unbenommen bleiben. Aber vor allem dort, wo die Religion auch politischen Einfluss ausübt, muss sie sich jede Kritik gefallen lassen. Das gilt auch für die Gläubigen. Also ganz knapp und klar: Jeder soll seinen Glauben praktizieren dürfen. Aber gleichzeitig muss jeder auch Kritik daran ertragen, egal, wie brutal er sie empfindet.

Eine andere Frage ist, ob man gläubige Menschen um jeden Preis provozieren soll. Ich tue das nicht, weil ich auch hier die Freiheit schätze: die Freiheit, sich zu einer Religion zu bekennen. Und ich finde auch, dass respektvolles Benehmen das Zusammenleben erleichtert. Darum sollte es letztlich gehen: Dass wir in unserer Verschiedenheit miteinander auskommen können.

USA: Entscheidung für die Welt

Am Dienstag werden die Amerikaner uns mitteilen, ob wir Europäer in den kommenden vier Jahren wieder einen Gesprächspartner in Washington haben werden, oder ob Donald Trump seinen Ego-Trip fortsetzen kann. Die Meinungsforscher sind wieder überwiegend der Ansicht, dass Trump verliert, aber das waren sie vor vier Jahren auch. Die Meinung des britischen Economist ist ganz klar:
 

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